... im Blick auf die, die um Begleitung bitten

  • Geistliche Begleitung geschieht meist im Einzelgespräch und orientiert sich am Lebensweg des Einzelnen.

  • Außer Zeit, Geduld, Offenheit, Mut und Risikobereitschaft, kostet Geistliche Begleitung nichts. Geistliche Begleitung ist ein Grunddienst der Seelsorge.

  • Es geht immer um den ganzen Menschen mit seiner leiblichen, seelischen und geistlichen Dimension. Dabei gibt es nichts, was nicht Thema in der Geistlichen Begleitung sein kann.

  • Nicht religiöses bzw. theologisches Wissen und Streben steht im Vordergrund, sondern erlebte und erfahrene Beziehung zu sich selbst, zur eigenen Wirklichkeit und zu Gott, die im Alltag ein- und ausgeübt wird im persönlichen Beten und Meditieren, Unterscheiden und Entscheiden, Leben und Handeln.

  • Wenn überhaupt 'Voraussetzungen' für 'das Begleitet-werden' genannt werden können, dann in der Form von Bereitschaft ...

    • einen eigenen geistlichen Weg gehen zu wollen (oder zumindest der eigenen Sehnsucht Raum geben zu wollen).

    • sich auf eine regelmäßige Begleitung (ca. 1 mal monatlich) für einen längeren Zeitraum (ca. 1 Jahr) einzulassen, um danach zu entscheiden, wie die Begleitung für beide Seiten stimmig ist oder verändert bzw. abgeschlossen werden kann.

    • den Alltag und die eigene Wirklichkeit als Ort wahr- und anzunehmen, wo Geistliches Leben ansetzt und hinführt.

    • mit Hindernissen, Widerständen und Krisen zu rechnen, die zum Umkehr-, Verwandlungs- und Wachstumweg dazukommen können.

    • Sich Gott, der die Liebe und das Leben ist, zu öffnen, trotz oder gerade aller Schwierigkeiten, Probleme und Erfahrungen des Scheiterns.

    • Jesus Christus (wieder neu) kennenzulernen und im Blick auf ihn dem eigenen Leben nicht auszuweichen

    • "mit Großmut und weitem Herzen" (Ignatius von Loyola) sich aufzumachen, ohne im Voraus (auch nicht insgeheim) geplant zu haben oder festgelegt zu sein, was 'rauskommen' soll innerhalb der Begleitung oder gar im Leben selbst.